Der Frühling ist da und mit ihm die Lust, den Garten wieder auf Vordermann zu bringen. Aber was brauchen deine Pflanzen jetzt wirklich, damit sie gut wachsen und gedeihen? Das Düngen im Frühjahr im Garten ist entscheidend, um ihnen den nötigen Startschub nach dem Winter zu geben. Wir schauen uns an, wie du deinen Pflanzen die richtige Nahrung gibst, ohne ihnen oder der Umwelt zu schaden. Lass uns gemeinsam deinen Garten fit für die neue Saison machen!
Wichtige Punkte für das Düngen im Frühjahr im Garten
- Pflanzen brauchen im Frühjahr Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium, um kräftig wachsen zu können. Ohne Dünger können sie Mangelerscheinungen zeigen.
- Der beste Zeitpunkt zum Düngen ist, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist, meist ab März. Kompost ist hier eine gute Wahl und sollte oberflächlich eingearbeitet werden.
- Organischer Dünger, wie Kompost oder Hornspäne, ist oft die bessere Wahl, da er den Boden langfristig verbessert und weniger Risiken birgt als mineralischer Dünger.
- Gemüse hat unterschiedliche Bedürfnisse: Starkzehrer wie Tomaten oder Gurken brauchen mehr Nährstoffe als Schwachzehrer wie Kräuter. Passe die Düngung entsprechend an.
- Zu viel Dünger kann schaden. Achte auf Anzeichen von Überdüngung wie weiche Pflanzenteile oder verfärbte Blätter und dünge lieber etwas weniger als zu viel.
Nährstoffbedarf Von Gartenpflanzen Im Frühjahr Verstehen
Nach dem langen Winter sehnen sich deine Pflanzen nach einem Neustart. Damit sie wieder kräftig austreiben und im Sommer üppig blühen oder Früchte tragen, brauchen sie die richtigen Nährstoffe. Stell dir deinen Garten wie eine große Familie vor: Jedes Mitglied hat seine eigenen Bedürfnisse, und das gilt auch für deine Pflanzen. Manche sind wahre Vielfraße, andere begnügen sich mit weniger. Wenn du das verstehst, legst du den Grundstein für ein gesundes Gartenjahr.
Der natürliche Nährstoffkreislauf im Garten
In der Natur läuft das wie von selbst: Laub fällt, verrottet und gibt seine Nährstoffe wieder an den Boden ab. Tiere hinterlassen ihren „Dünger“, und so schließt sich der Kreislauf. In deinem Garten sieht das anders aus. Jedes Mal, wenn du etwas erntest, nimmst du Nährstoffe mit. Wenn du zum Beispiel Tomaten erntest, sind die Nährstoffe, die in den Tomaten stecken, weg. Das bedeutet, du musst dem Boden aktiv etwas zurückgeben, damit er nicht leer wird. Ohne diesen Ausgleich würden deine Pflanzen mit der Zeit immer schwächer.
Unterschiedliche Bedürfnisse von Stark-, Mittel- und Schwachzehrern
Nicht alle Pflanzen sind gleich hungrig. Man unterscheidet grob zwischen Stark-, Mittel- und Schwachzehrern. Starkzehrer wie Tomaten, Gurken oder Kürbis brauchen richtig viel Futter. Sie entziehen dem Boden in kurzer Zeit viele Nährstoffe. Mittelzehrer wie Möhren oder Kohlrabi sind da schon genügsamer. Schwachzehrer, zum Beispiel viele Kräuter oder Radieschen, kommen oft mit dem aus, was im Boden vorhanden ist. Manche, wie Erbsen oder Bohnen, können sogar Stickstoff im Boden anreichern!
- Starkzehrer: Benötigen viele Nährstoffe, besonders Stickstoff. Beispiele: Kartoffeln, Zucchini, Kohl, Tomaten.
- Mittelzehrer: Haben einen moderaten Nährstoffbedarf. Beispiele: Karotten, Salat, Fenchel, Kohlrabi.
- Schwachzehrer: Kommen mit wenig Nährstoffen aus. Beispiele: Kräuter, Radieschen, Feldsalat.
Wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente für gesunde Pflanzen
Neben den Hauptnährstoffen wie Stickstoff (gut für grüne Blätter), Phosphor (wichtig für Blüten und Wurzeln) und Kalium (stärkt die Pflanze allgemein) brauchen deine Pflanzen auch eine Reihe von Spurenelementen. Das sind Stoffe wie Eisen, Mangan oder Bor, die nur in winzigen Mengen benötigt werden, aber trotzdem unverzichtbar sind. Fehlt nur eines davon, kann das schnell zu Problemen führen. Eisenmangel zeigt sich zum Beispiel oft durch gelbe Blätter, während Kaliummangel die Früchte klein hält.
Achte auf die Signale deiner Pflanzen. Gelbe Blätter, eingerollte Spitzen oder kümmerlicher Wuchs sind oft ein Zeichen dafür, dass etwas im Boden fehlt oder im Ungleichgewicht ist.
| Mangelerscheinung | Mögliches Nährstoffdefizit | Betroffene Pflanzenteile |
|---|---|---|
| Blätter werden gelb (Rand) | Eisen, Magnesium | Blätter |
| Blätter rollen sich ein | Kalium | Blätter, Früchte |
| Kümmerlicher Wuchs | Phosphor | Gesamte Pflanze |
| Dunkelgrüne, fast schwarze Blätter | Stickstoffüberschuss | Blätter |
Wann Und Wie Du Frühlingrichtig Düngst
Optimaler Startzeitpunkt nach dem Winter
Sobald der Boden im Frühjahr nicht mehr gefroren ist, meist ab März, ist der richtige Zeitpunkt, um deinen Pflanzen einen Nährstoffschub zu geben. Das ist wie ein gutes Frühstück nach einer langen Nacht – sie können es gut gebrauchen! Warte aber, bis die größten Fröste vorbei sind, damit die Nährstoffe nicht gleich wieder ausgewaschen werden.
Kompost, Gesteinsmehl und Co. richtig anwenden
Kompost ist ein echter Alleskönner für den Garten. Verteile eine Schicht reifen Kompost auf deinen Beeten, egal ob Gemüse oder Blumen. Auch unter Sträuchern und Obstbäumen macht er sich gut. Arbeite ihn einfach oberflächlich mit einer Harke oder Grabegabel ein. Das hilft dem Boden, sich zu erholen und versorgt die Pflanzen mit allem, was sie brauchen. Wenn du möchtest, kannst du den Boden danach noch etwas gießen, damit die Nährstoffe schneller ankommen. Gesteinsmehl ist auch eine tolle Ergänzung. Es liefert wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente, die deine Pflanzen widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge machen. Denk daran, dass Pflanzen, die saure Böden lieben, wie Heidelbeeren oder Rhododendren, etwas anderes brauchen. Für sie ist Nadelkompost, Kaffeesatz oder auch etwas Eierschale besser geeignet.
Düngen bei Trockenheit: Worauf du achten solltest
Wenn es im Frühjahr trocken ist, solltest du beim Düngen etwas aufpassen. Bei organischen Düngern ist das Risiko gering, dass die Pflanzen verbrennen. Sie brauchen aber Feuchtigkeit, um ihre Wirkung zu entfalten. Wenn du also trockenen Boden hast, ist es gut, den Dünger nach dem Ausbringen etwas anzufeuchten, damit die Nährstoffe besser in den Boden gelangen können. Mineralische Dünger können bei Trockenheit eher zu Verbrennungen an den Wurzeln führen. Hier ist es noch wichtiger, auf die richtige Menge zu achten und den Boden danach zu wässern, falls es nicht regnet. Generell gilt: Weniger ist oft mehr, besonders wenn du dir unsicher bist.
Wenn du unsicher bist, wie viel Dünger deine Pflanzen brauchen, starte lieber mit einer kleineren Menge. Du kannst immer noch nachdüngen, wenn du merkst, dass etwas fehlt. Aber zu viel Dünger kann mehr schaden als nutzen.
Organisch Oder Mineralisch? Die Beste Wahl Für Den Frühlingsdünger
Vorteile von organischem Dünger für den Garten
Wenn du deinen Garten im Frühjahr mit Nährstoffen versorgen willst, stehst du oft vor der Wahl: Organisch oder mineralisch? Beide haben ihre Berechtigung, aber gerade im Frühjahr, wenn alles wieder zum Leben erwacht, hat organischer Dünger oft die Nase vorn. Stell dir vor, dein Boden ist wie ein großer Vorratsschrank. Organischer Dünger ist wie ein langsam verrottender Komposthaufen darin. Die Nährstoffe sind nicht sofort verfügbar, sondern werden nach und nach von den fleißigen Mikroorganismen im Boden aufbereitet. Das hat den riesigen Vorteil, dass die Nährstoffe nicht so schnell vom Regen weggespült werden und deine Pflanzen über einen längeren Zeitraum versorgt werden. Außerdem verbessert organischer Dünger die Bodenstruktur ungemein. Er sorgt dafür, dass der Boden luftiger wird und Wasser besser speichern kann. Das ist wie ein kleines Wellnessprogramm für deine Erde!
Mineralische Dünger: Schnelle Hilfe aber mit Risiken
Mineralische Dünger sind eher wie ein schneller Snack für deine Pflanzen. Die Nährstoffe liegen in einer Form vor, die sofort aufgenommen werden kann. Das kann super sein, wenn deine Pflanzen wirklich einen akuten Mangel zeigen oder du schnell Ergebnisse sehen willst. Aber Achtung: Wenn du zu viel davon nimmst oder sie falsch anwendest, können sie deine Pflanzen regelrecht verbrennen. Außerdem können sie leichter ins Grundwasser ausgewaschen werden, was nicht gerade umweltfreundlich ist. Denk dran, dass die schnelle Wirkung oft auch eine kurzfristige ist. Für den langfristigen Aufbau deines Bodens sind sie weniger geeignet.
Humusaufbau für nachhaltige Bodengesundheit
Der Schlüssel zu einem gesunden und fruchtbaren Garten liegt im Humus. Humus ist quasi das Schwarze Gold des Bodens. Er besteht aus zersetzter organischer Substanz und ist entscheidend für die Wasserspeicherfähigkeit, die Belüftung und das Bodenleben. Organische Dünger, wie Kompost, Hornspäne oder auch gut verrotteter Mist, tragen direkt zum Humusaufbau bei. Wenn du also im Frühjahr organisch düngst, tust du nicht nur deinen Pflanzen etwas Gutes, sondern investierst auch langfristig in die Gesundheit deines Bodens. Das bedeutet weniger Arbeit für dich in den kommenden Jahren und gesündere, widerstandsfähigere Pflanzen. Es ist ein Kreislauf, der sich lohnt!
| Düngerart | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Organisch | Langzeitwirkung, Bodenverbesserung, Humusaufbau | Langsamere Nährstoffverfügbarkeit |
| Mineralisch | Schnelle Nährstoffverfügbarkeit | Risiko der Überdüngung, Auswaschung, keine Bodenverbesserung |
Was du im Frühjahr beachten solltest:
- Kompost einarbeiten: Eine gute Handvoll reifen Komposts pro Quadratmeter ist ein toller Start.
- Abwechslung ist gut: Wenn möglich, wechsle die organischen Materialien ab, die du verwendest.
- Bodenleben fördern: Organische Dünger sind Futter für Regenwürmer und Mikroorganismen.
Starkzehrer, Schwachzehrer & Spezialisten: Was Braucht Dein Gemüse?
Diese Pflanzen brauchen besonders viel Nährstoffe
Im Frühjahr ist es wichtig, dass du deinen Gemüsepflanzen genau das gibst, was sie brauchen, um gut in die Saison zu starten. Manche Gemüsesorten sind echte Vielfraße, was Nährstoffe angeht. Diese nennen wir Starkzehrer. Sie brauchen ordentlich Futter, damit sie kräftig wachsen und uns später mit einer reichen Ernte belohnen. Denk hier an Pflanzen wie Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbis, Kartoffeln, Zuckermais und verschiedene Kohlarten. Sie entziehen dem Boden im Laufe der Zeit ziemlich viele Nährstoffe, deshalb ist es ratsam, sie von Anfang an gut zu versorgen und eventuell auch während der Wachstumsphase noch mal nachzudüngen. Wenn du merkst, dass die Blätter deiner Tomatenpflanzen gelblich werden oder sich einrollen, könnte das ein Zeichen sein, dass sie mehr Kalium oder Stickstoff brauchen. Bei Kohlpflanzen können hohle Strunke oder verwachsene Blätter auf einen Mangel an Bor hindeuten. Eine gute Grunddüngung mit Kompost oder einem organischen Langzeitdünger ist hier oft der erste Schritt.
Gemüse mit geringem Nährstoffbedarf richtig versorgen
Auf der anderen Seite gibt es die Schwachzehrer. Diese hungern nicht so sehr und kommen oft gut mit den Nährstoffen aus, die bereits im Boden vorhanden sind. Dazu gehören zum Beispiel viele Kräuter, Radieschen oder Feldsalat. Sogar Erbsen und Bohnen sind schlau, denn sie können Stickstoff aus der Luft binden und reichern ihn sogar im Boden an. Für diese Pflanzen musst du dir also weniger Sorgen machen, was die Düngung angeht. Eine Überdüngung kann hier sogar schaden und zu schwachem Wachstum oder Krankheiten führen. Wenn du unsicher bist, ob deine Schwachzehrer etwas brauchen, beobachte sie einfach gut. Meistens reicht es, wenn du im Frühjahr den Boden mit etwas Kompost verbesserst, das gibt ihnen einen sanften Start.
Heidegewächse und Spezialfälle wie Heidelbeeren optimal düngen
Neben den Stark- und Schwachzehrern gibt es noch die Mittelzehrer, die irgendwo dazwischen liegen, wie Karotten oder Salat. Und dann sind da noch die Spezialisten, die ganz eigene Vorlieben haben. Heidegewächse wie Rhododendren oder auch Heidelbeeren sind da ein gutes Beispiel. Sie mögen es sauer im Boden und brauchen spezielle Dünger, die genau darauf abgestimmt sind. Normale Gemüsedünger sind hier oft nicht die richtige Wahl. Für Heidelbeeren zum Beispiel ist ein saurer Boden das A und O. Wenn der Boden nicht sauer genug ist, können sie Eisen nicht richtig aufnehmen, und die Blätter werden gelb. Hier hilft dann spezieller Beeren- oder Rhododendron-Dünger, der den Boden ansäuert und die Pflanzen mit den nötigen Nährstoffen versorgt. Achte also immer darauf, welche Pflanzen du im Garten hast und was sie wirklich mögen.
Dünger Selber Machen: Natürliche Alternativen Für Deinen Garten
Selbstgemachter Dünger spart Geld, schützt die Umwelt und macht dich ein bisschen unabhängiger vom Gartencenter. Du kannst im Alltag jede Menge Material sammeln – vieles davon landet sonst einfach im Müll. Die sinnvollste Basis für natürlichen Dünger bleibt Kompost:
- Sammele Küchen- und Gartenabfälle wie Gemüseschalen, Kaffeesatz und Laubreste
- Baue einen einfachen Komposthaufen oder nutze eine Schnellkomposter-Tonne
- Verteile reifen Kompost im Frühjahr oder Herbst auf den Beeten
Mulch schützt nicht nur den Boden vor Austrocknung, sondern versorgt ihn langsam mit Nährstoffen. Nutze Gehölzschnitt, Grasschnitt oder gehäckseltes Laub und verteile es als Mulchschicht auf freien Flächen.
Kompost ist das Herzstück eines lebendigen Gartens. Mit jedem Haufen, den du umschichtest, tust du deinem Boden einen großen Gefallen.
Nicht alles dauert Monate, bis es düngt. Mit selbstgemachten Pflanzenjauchen lassen sich Nährstoffe schnell verfügbar machen. Einer der Klassiker ist die Brennnesseljauche – nicht gerade geruchsneutral, aber super effizient. So funktioniert’s:
- Brennnesseln (unbehandelt) grob zerkleinern
- In einen Eimer geben, mit Regenwasser auffüllen und locker abdecken
- Täglich umrühren. Nach ungefähr zwei Wochen ist die Jauche fertig
Du gießt die fertige Jauche stark verdünnt (1:10) an deine Pflanzen. Alternativ kannst du aus anderen Wildkräutern wie Schachtelhalm oder Beinwell Jauchen oder Brühen ansetzen – jede Pflanze liefert andere Mineralstoffe.
Vorteile von Pflanzenjauchen auf einen Blick
| Pflanze | Nährstoffe | Anwendung bei |
|---|---|---|
| Brennnessel | Stickstoff, Kalium | Gemüse, Blumen |
| Beinwell | Kalium, Phosphor | Tomaten, Kartoffeln |
| Schachtelhalm | Kieselsäure (Silizium) | Vorbeugend gegen Pilzkrankheiten |
Im Alltag fällt immer wieder Kaffeesatz an. Lässt du ihn vollständig trocknen, kannst du ihn direkt um Pflanzen wie Tomaten, Hortensien oder Heidelbeeren streuen. Kaffeesatz lockert die Erde, liefert Stickstoff und hält sogar Schnecken etwas fern.
Eierschalen liefern zwar nicht viel Calcium auf einmal, aber im Laufe der Zeit reichern sie den Boden an. Zerstoße saubere, getrocknete Schalen so fein wie möglich und arbeite sie leicht in den Boden bei Kräutern, wie Thymian oder Lavendel, ein.
Auch Bananenschalen, ungesalzenes Kochwasser von Gemüse oder dünner Teeaufguss eignen sich – Hauptsache, du nutzt, was eh schon da ist.
- Kaffeesatz: Für säureliebende Pflanzen; verbessert Bodenstruktur
- Eierschalen: Ideale Calciumquelle für Kräuter
- Bananenschalen: Kaliumlieferant für Blühpflanzen und Rosen
Nimm einfach, was dein Alltag hergibt, mische durch, und staune über üppiges Wachstum im eigenen Beet!
Gefahren Der Überdüngung: Gesunde Pflanzen Durch Maßvolles Düngen
Woran du Überdüngung erkennst
Manchmal denken wir, mehr Dünger bedeutet automatisch mehr Wachstum und eine üppigere Blüte. Aber Vorsicht! Zu viel des Guten kann deinen Pflanzen schaden. Ein deutliches Zeichen für Überdüngung ist, wenn sich Salze auf der Erdoberfläche ablagern, oft als weißer Belag sichtbar. Auch die Blattspitzen können braun werden und absterben. Deine Pflanzen wirken dann irgendwie gestresst, obwohl du ihnen doch nur helfen wolltest. Das weichere Pflanzengewebe, das durch zu viel Dünger entsteht, macht sie außerdem anfälliger für Schädlinge und Krankheiten. Stell dir vor, du isst jeden Tag nur Süßigkeiten – das ist auch nicht gesund, oder?
Typische Mangelerscheinungen und ihre Ursachen
Auch wenn wir uns hier auf die Überdüngung konzentrieren, ist es gut zu wissen, wie sich Mangel zeigt. Vergilbte Blätter können auf Stickstoffmangel hindeuten, während rote oder violette Verfärbungen oft auf Phosphormangel hinweisen. Gelbe Blätter mit grünen Adern können ein Zeichen für Eisenmangel sein. Aber Achtung: Manchmal sehen Mangelerscheinungen denen der Überdüngung ähnlich. Es ist also wichtig, genau hinzuschauen. Zu viel von einem Nährstoff kann übrigens auch die Aufnahme anderer wichtiger Stoffe blockieren. Zum Beispiel kann zu viel Kalium die Aufnahme von Magnesium behindern. Ein echtes Ungleichgewicht also.
So findest du das richtige Düngungsmaß
Das Wichtigste ist, nicht einfach nach Gefühl zu düngen. Lies dir die Anweisungen auf der Düngerpackung genau durch. Oft ist dort angegeben, wie viel Dünger du pro Quadratmeter oder pro Pflanze verwenden sollst. Fang lieber mit einer kleineren Menge an und beobachte deine Pflanzen. Du kannst immer noch nachdüngen, wenn du merkst, dass sie mehr brauchen. Eine gute Faustregel ist: Weniger ist oft mehr. Wenn du unsicher bist, ist eine Bodenanalyse eine tolle Sache. Die verrät dir genau, was in deinem Boden fehlt oder was vielleicht schon zu viel ist. Für den Nutzgarten ist Kompost eine super Sache. Er liefert Nährstoffe langsam und schont den Geldbeutel. Generell gilt: Wähle Pflanzen, die zu deinem Standort passen. Das reduziert den Bedarf an zusätzlichem Dünger erheblich.
Überdüngung kann nicht nur deinen Pflanzen schaden, sondern auch die Umwelt belasten. Überschüssige Nährstoffe können ins Grundwasser gelangen und dort Probleme verursachen. Achte also auf ein gesundes Gleichgewicht für deine Pflanzen und die Natur.
Hier eine kleine Übersicht, was bei einem Ungleichgewicht passieren kann:
- Zu viel Stickstoff: Weiches, anfälliges Gewebe, geringere Frosthärte.
- Zu viel Phosphor: Kann die Stickstoffaufnahme hemmen, was zu langsamerem Wachstum führt.
- Zu viel Kalium/Kalzium: Stört die Aufnahme anderer wichtiger Nährstoffe wie Magnesium.
- Salzansammlungen: Weißer Belag auf der Erde, verbrannte Blattspitzen.
Zu viel Dünger kann deinen Pflanzen schaden, genau wie zu wenig. Es ist wichtig, die richtige Menge zu finden, damit sie gut wachsen und gesund bleiben. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie du deine Pflanzen richtig pflegst und welche Fehler du vermeiden solltest, besuche unsere Website. Dort findest du viele Tipps und Tricks für gesunde Pflanzen!
Fazit: Dein Garten wird es dir danken!
So, jetzt weißt du Bescheid, was deine grünen Freunde im Frühjahr wirklich brauchen. Denk dran, ein bisschen Futter tut ihnen gut, damit sie kräftig wachsen und du bald eine tolle Ernte einfahren kannst. Aber übertreib's nicht – weniger ist manchmal mehr, das gilt auch beim Düngen. Mit Kompost, ein paar Hausmitteln oder einem guten Allround-Dünger bist du schon bestens gerüstet. Viel Spaß beim Gärtnern und lass es dir gut gehen!
Häufige Fragen (FAQs)
Warum muss ich überhaupt düngen?
Stell dir vor, dein Garten ist wie ein Restaurant für Pflanzen. Wenn du ständig erntest, also die 'Teller' leerst, dann sind irgendwann nicht mehr genug 'Zutaten' (Nährstoffe) da. Düngen ist wie Nachfüllen, damit deine Pflanzen gesund wachsen und du weiterhin leckeres Gemüse oder schöne Blumen hast. In der Natur läuft das anders ab, da gibt es einen Kreislauf. In deinem Garten musst du ein bisschen nachhelfen, damit alles gut läuft.
Wann ist der beste Zeitpunkt zum Düngen im Frühling?
Sobald der Boden nicht mehr gefroren ist, so ab März, ist ein guter Zeitpunkt. Du kannst deinen Pflanzen quasi ein frühes Frühstück geben. Wenn du Kompost oder andere Dünger in die Erde mischst, können die Pflanzen die Nährstoffe gleich aufnehmen, wenn sie im Frühjahr richtig loslegen.
Was ist besser: organischer oder mineralischer Dünger?
Organischer Dünger, wie Kompost, ist wie ein Slow-Food-Menü für deine Pflanzen. Er gibt die Nährstoffe langsam ab und verbessert gleichzeitig den Boden. Mineralischer Dünger ist eher wie ein Energydrink – er wirkt schnell, kann aber bei zu viel auch schaden. Für einen gesunden Garten sind organische Sachen meist die bessere Wahl, weil sie den Boden langfristig fit halten.
Mein Gemüse wächst unterschiedlich gut. Woran liegt das?
Das liegt am Nährstoffbedarf! Manche Gemüsesorten, wie Tomaten, Gurken oder Kartoffeln, sind richtige 'Viel-Esser' (Starkzehrer) und brauchen viel Futter. Andere, wie Radieschen oder Kräuter, sind eher genügsam (Schwachzehrer). Es ist wichtig, dass du den Starkzehrern mehr Nährstoffe gibst, damit sie gut gedeihen. Bohnen und Erbsen sind sogar super, weil sie selbst Stickstoff im Boden anreichern!
Kann ich meinen Dünger auch selbst machen?
Klar doch! Das ist super nachhaltig und oft ganz einfach. Küchenreste wie Kaffeesatz oder zerdrückte Eierschalen sind kleine Nährstoffbomben. Auch Brennnesseljauche oder ein Sud aus Ackerschachtelhalm sind tolle natürliche Dünger, die du leicht selbst herstellen kannst. Dein eigener Kompost ist sowieso Gold wert!
Was passiert, wenn ich zu viel dünge?
Zu viel des Guten ist auch beim Düngen schlecht. Wenn du zu viel Dünger gibst, kann das die Pflanzen krank machen. Sie werden weicher und anfälliger für Schädlinge. Außerdem können zu viele Nährstoffe ins Grundwasser gelangen. Weniger ist hier oft mehr. Achte auf die Packungsanleitung oder fang lieber mit einer kleineren Menge an.


