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    Typische Gießfehler im Februar vermeiden

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    Gießfehler im Beton

    Hallo liebe Gießfreunde! Der Februar steht vor der Tür und damit auch wieder die Zeit, in der wir uns ums Gießen kümmern. Damit eure Projekte auch wirklich gut werden und ihr keine bösen Überraschungen erlebt, schauen wir uns heute mal die typischen Fehler an, die beim Gießen passieren können. Wir wollen ja schließlich, dass eure Gussteile nicht nur gut aussehen, sondern auch funktionieren. Also, schnallt euch an, wir tauchen ein in die Welt der Gießfehler und wie ihr sie am besten vermeidet.

    Wichtige Erkenntnisse

    • Versteht die Grundlagen des Gießens, wie Schwindung und die verschiedenen Erstarrungsphasen, um Fehler von vornherein zu vermeiden.
    • Achtet genau auf die Abkühlgeschwindigkeit, denn zu langsames oder zu schnelles Abkühlen kann zu grobem Korn oder dendritischen Gefügen führen, was die Festigkeit beeinträchtigt.
    • Die richtige Gestaltung von Bauteilen ist das A und O. Gleichmäßige Wanddicken, Ausformschrägen und die Vermeidung von Materialanhäufungen sind entscheidend für ein gelungenes Gussteil.
    • Oberflächenfehler wie Schülpen, Treibstellen oder Grate entstehen oft durch Probleme mit der Form oder dem Abkühlverhalten und können durch sorgfältige Formgestaltung und -behandlung minimiert werden.
    • Durch das gezielte Impfen von Schmelzen, also das Einbringen von Partikeln, könnt ihr die Keimbildung verbessern und so die Gefügeform positiv beeinflussen, was zu besseren Gussergebnissen führt. Keimlinge richtig gießen ist hier das Stichwort!

    Die Grundlagen des richtigen Gießens

    Hallo liebe Gieß-Enthusiasten! Bevor wir uns in die Tiefen der Gießfehler stürzen, lass uns kurz die Basis checken. Richtiges Gießen ist kein Hexenwerk, aber es gibt ein paar Dinge zu verstehen, damit deine Gussteile am Ende auch so aussehen, wie du es dir vorstellst. Es geht darum, den Prozess zu verstehen und zu wissen, was im Metall passiert, wenn es von flüssig zu fest wird.

    Das Prinzip des Gießens verstehen

    Gießen ist im Grunde genommen eine Methode, um Metall in eine bestimmte Form zu bringen. Du schmilzt das Metall, gießt es in eine Form und lässt es dort erstarren. Klingt einfach, oder? Aber genau in diesem Erstarren liegen die Schlüsselmomente, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden können. Wenn das flüssige Metall abkühlt, zieht es sich zusammen – das nennt man Schwindung. Und diese Schwindung ist nicht immer gleichmäßig, was zu Problemen führen kann, wenn man nicht aufpasst.

    Die Bedeutung von Schwindungsprozessen

    Wenn Metall abkühlt, verringert sich sein Volumen. Das ist ganz natürlich. Beim Gießen unterscheiden wir drei Hauptphasen dieser Volumenverringerung: die flüssige Schwindung, die Erstarrungsschwindung und die Festkörperschwindung (auch Schrumpfung genannt). Der Punkt, an dem die allerletzte Flüssigkeit im Gussteil erstarrt, ist besonders kritisch. Hier kann es leicht zu Lunkern oder Rissen kommen, weil einfach nicht genug Material nachfließt, um die Schwindung auszugleichen. Diese Schwindungsprozesse sind also direkt dafür verantwortlich, wo und wie sich Spannungen im Gussteil aufbauen.

    Phasen der Metallerstarrung im Blick

    Um das Ganze besser zu verstehen, schauen wir uns die drei Phasen der Erstarrung mal genauer an:

    1. Flüssige Schwindung: Das ist die Volumenverringerung, die stattfindet, während das Metall noch komplett flüssig ist und abkühlt.
    2. Erstarrungsschwindung: Hier beginnt das Metall fest zu werden. Das Volumen nimmt weiter ab, und das ist oft die Phase, in der die größten Probleme entstehen können, wenn die Speisung nicht stimmt.
    3. Festkörperschwindung (Schrumpfung): Nachdem das Metall komplett fest ist, kühlt es weiter ab und zieht sich dabei nochmals zusammen.

    Wenn du diese Phasen und die damit verbundene Schwindung im Blick behältst, bist du schon einen großen Schritt weiter, um typische Gießfehler zu vermeiden. Es ist wie beim Kochen: Wenn du die Zutaten und die Schritte kennst, gelingt das Gericht besser.

    Häufige Gussfehler und ihre Ursachen

    Beim Gießen können leider einige Fehler auftreten, die die Qualität deines Bauteils beeinträchtigen. Das liegt oft an den physikalischen Prozessen, die beim Abkühlen und Erstarren des Metalls ablaufen. Aber keine Sorge, wenn du die Ursachen kennst, kannst du viele dieser Probleme vermeiden.

    Warmrisse vermeiden

    Warmrisse sind Risse, die kurz vor dem vollständigen Erstarren entstehen. Sie bilden sich besonders gerne an Stellen, wo die Schmelze kaum noch nachfließen kann, zum Beispiel an Querschnittsübergängen. Auch wenn die freie Schwindung des Metalls behindert wird, zum Beispiel durch die Form oder Kerne, können Warmrisse entstehen. Die noch flüssige Schmelze umgibt dann die bereits erstarrten Körner, was die Festigkeit stark reduziert. Lunker, also Hohlräume im Gussteil, können diese Risse sogar noch begünstigen. Um das zu verhindern, kannst du versuchen, Rippen am Gussteil dünner zu gestalten, damit mehr Material nachfließen kann. Eine schnellere Abkühlung durch Kühleisen hilft ebenfalls. Eine andere Methode sind sogenannte Reißrippen: Das sind gezielt platzierte Bereiche, in denen Risse bevorzugt entstehen sollen. Diese kann man später entfernen, was aber zusätzliche Kosten verursacht.

    Poren und Lunker im Gussteil

    Poren sind kleine, runde Hohlräume im Inneren des Gussteils, die oft ungleichmäßig verteilt sind. Sie entstehen durch gelöste Gase im Metall, wie Wasserstoff oder Stickstoff. Lunker sind größere Hohlräume, die dort entstehen, wo die letzte Schmelze erstarrt – dem sogenannten thermischen Zentrum. Das passiert, weil das Metall beim Erstarren schrumpft und nicht genug flüssiges Material nachgeliefert werden kann, um diese Schrumpfung auszugleichen. Die richtige Speisung des Gussstücks ist hier entscheidend.

    Maßabweichungen und Verzug

    Maßabweichungen bedeuten einfach, dass dein Gussteil nicht die exakten Maße hat, die in der Zeichnung stehen. Das kann viele Gründe haben: Das Schwindmaß des Metalls wurde falsch eingeschätzt, das Modell war fehlerhaft oder hat Verschleiß, oder die Kerne hatten falsche Maße. Probegüsse oder Simulationen können helfen, das Schwindmaß genauer zu bestimmen. Verzug ist eine weitere Form der Maßabweichung. Er entsteht durch Eigenspannungen, die sich beim Abkühlen aufbauen. Um Verzug zu minimieren, solltest du:

    • Gleichmäßige Wanddicken anstreben.
    • Abrupte Übergänge zwischen dicken und dünnen Bereichen vermeiden.
    • Rippen anbringen, deren Dicke etwa 80% der angrenzenden Wanddicke beträgt.
    • An kritischen Stellen Randverdickungen vorsehen.
    Bei der Gestaltung deiner Gussstücke solltest du immer darauf achten, Materialanhäufungen zu vermeiden. Wenn nötig, bring Aussparungen an, besonders an Übergängen. Gleichmäßige Wandstärken sind Gold wert – denk an die Heuverschen Kreise! Und vergiss die Ausformschrägen nicht, damit du das Modell später leicht aus der Form nehmen kannst, ohne sie zu beschädigen.

    Oberflächenfehler und ihre Entstehung

    Manchmal sieht ein Gussteil nach dem Abkühlen einfach nicht so aus, wie es sollte. Die Oberfläche kann rau sein, es können sich seltsame Wucherungen bilden oder es fehlen einfach Teile. Das sind dann Oberflächenfehler, und die entstehen oft durch kleine Probleme während des Gießprozesses. Lass uns mal schauen, was da so schiefgehen kann.

    Schülpen und Anhaftungen

    Stell dir vor, die Form ist nicht ganz sauber oder das Metall ist zu heiß. Dann kann es passieren, dass kleine Teile der Form abreisen und sich mit dem Gussstück verbinden. Das sind dann Schülpen. Ähnlich ist es bei Anhaftungen, wo sich Metall an Stellen festsetzt, wo es eigentlich nicht hingehört, oft weil die Formoberfläche nicht perfekt war. Eine saubere Form ist also Gold wert!

    Treibstellen und Penetrationen

    Diese Fehler sehen ein bisschen aus wie kleine Löcher oder Vertiefungen auf der Oberfläche. Sie entstehen meistens, wenn du zu grobes Formsandkorn verwendest. Die feineren Metallteile können dann durch die größeren Lücken im Sand sickern, und das hinterlässt diese unschönen Stellen. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass das Verhältnis von Sandkorn und Bindemittel nicht ganz gestimmt hat.

    Grate und Auswüchse

    Grate sind wie scharfe Kanten, die an den Trennstellen der Form oder an den Auflageflächen für Kerne entstehen. Das passiert, wenn flüssiges Metall in kleinste Spalten zwischen den Formhälften oder zwischen Form und Kern gedrückt wird. Manchmal ist das kaum zu vermeiden, wenn man eine sehr genaue Form haben will, ohne dass es zu teuer wird. Oft werden Grate einfach nach dem Guss weggeschliffen. Auswüchse sind ähnlich, aber sie entstehen eher, wenn Teile der Form oder des Kerns beschädigt sind und Material dort übersteht, wo es nicht sollte. Das kann man oft vermeiden, indem man die Modelle mit leichten Schrägen versieht, damit sie sich leichter aus der Form lösen lassen, ohne Kanten abzureißen.

    Die Rolle der Abkühlgeschwindigkeit

    Beim Gießen ist die Geschwindigkeit, mit der dein Werkstück abkühlt, echt wichtig. Sie beeinflusst direkt, wie das Gefüge im Metall aussieht und damit auch, wie stabil dein Bauteil später ist. Stell dir vor, du lässt etwas langsam abkühlen – das gibt den Atomen viel Zeit, sich zu sortieren. Lässt du es schnell abkühlen, geht das Ganze ruckzuck und die Struktur wird ganz anders.

    Langsame Abkühlung und grobes Korn

    Wenn die Abkühlung zu langsam vonstattengeht, haben die Kristalle im Metall viel Zeit, ordentlich zu wachsen. Das Ergebnis ist ein grobes Gefüge. Das ist nicht immer schlecht, aber oft bedeutet es, dass die Festigkeit des Gussteils nachlässt. Warum? Weil die Oberfläche zwischen den einzelnen Körnern kleiner ist als bei einem feinkörnigen Gefüge. Diese Korngrenzen sind es, die dem Material Halt geben. Weniger Korngrenzen bedeuten also weniger Zusammenhalt.

    Um das zu verhindern, kann man zum Beispiel Kühlkanäle in die Gussform einbauen. Die leiten die Wärme schneller ab und sorgen so für eine zügigere Erstarrung.

    Schnelle Abkühlung und dendritische Gefüge

    Das Gegenteil passiert, wenn die Abkühlung zu schnell ist. Dann bilden sich oft dendritische Gefüge. Das sind wie kleine Bäumchen, die in eine bestimmte Richtung wachsen. Das kann auch zu Problemen führen, zum Beispiel zu Lunkern, also Hohlräumen im Gussteil, die die Festigkeit ebenfalls mindern. Auch hier ist also Vorsicht geboten.

    Den goldenen Mittelweg finden

    Was wir eigentlich wollen, sind feinkörnige oder globulare (also eher kugelförmige) Gefüge. Die sorgen für die beste Festigkeit. Um das zu erreichen, musst du die Abkühlgeschwindigkeit genau richtig einstellen. Das ist oft der Knackpunkt und erfordert ein gutes Gespür für das Material und den Prozess. Manchmal hilft es auch, die Schmelze zu 'impfen', also kleine Partikel hinzuzufügen, die als Keime für die Kristallbildung dienen. Das kann helfen, die Bildung von unerwünschten Strukturen zu steuern und ein gleichmäßigeres Gefüge zu bekommen. Es ist ein bisschen wie beim Schneeflockenmachen – die fangen auch an winzigen Partikeln in der Luft an zu wachsen.

    Verbesserung der Keimbildung

    Gießform mit flüssigem Metall

    Manchmal scheint es, als ob die Metallschmelze einfach nicht so will, wie wir es uns vorstellen, oder? Gerade wenn es um die Bildung von Kristallen während des Erstarrungsprozesses geht. Aber keine Sorge, hier gibt es ein paar Tricks, wie du das Ganze positiv beeinflussen kannst. Denk mal an den Winter zurück, wie Schneekristalle entstehen. Die brauchen winzige Partikel in der Luft, an denen sie sich bilden können. Ähnlich ist das auch beim Gießen.

    Was bedeutet das Impfen von Schmelzen?

    Das "Impfen" ist im Grunde genommen eine Methode, um die Bildung von neuen Kristallkeimen in der flüssigen Schmelze gezielt anzuregen. Stell dir vor, du gibst der Schmelze winzige "Starthelfer" mit auf den Weg. Das Ziel ist, dass sich viele kleine Kristalle bilden, anstatt weniger großer. Warum das wichtig ist? Weil eine feinkörnige Struktur im fertigen Gussteil meistens stabiler und fester ist als eine grobkörnige.

    Partikel als Keime für Schneekristalle

    Wie genau funktioniert das nun? Ganz einfach: Man fügt der flüssigen Metallschmelze spezielle Partikel hinzu. Das können zum Beispiel feine Partikel aus Graphit, Ruß oder auch Keramik sein. Diese Partikel wirken wie winzige Ankerpunkte. An ihnen kann die Kristallisation beginnen. Ohne diese "Impfung" würde die Kristallbildung vielleicht erst bei einer niedrigeren Temperatur oder an ungünstigeren Stellen im Bauteil einsetzen. Das Ergebnis wäre dann oft ein gröberes Gefüge, das weniger belastbar ist.

    Einfluss auf die Gefügeform

    Die richtige Menge und Art der Impfpartikel kann also maßgeblich beeinflussen, wie das Gefüge deines Gussteils am Ende aussieht. Wenn du viele kleine Kristalle hast, die schnell wachsen, bekommst du ein feinkörniges Gefüge. Das ist meistens das, was du für gute mechanische Eigenschaften willst. Zu wenige Keime oder eine zu langsame Abkühlung lassen die Kristalle größer werden, was die Festigkeit verringern kann. Es ist ein bisschen wie beim Backen: Die richtige Hefe sorgt für ein luftiges Brot, zu wenig oder zu viel und das Ergebnis passt nicht.

    • Gleichmäßige Verteilung: Achte darauf, dass die Impfpartikel gut in der gesamten Schmelze verteilt sind. Sonst hast du Bereiche mit feinem Korn und andere mit grobem.
    • Passende Partikelgröße: Die Größe der Partikel spielt eine Rolle. Zu groß und sie sind vielleicht nicht mehr effektiv, zu klein und sie könnten schwer zu handhaben sein.
    • Temperaturkontrolle: Die Temperatur der Schmelze, wenn du die Partikel hinzufügst, ist ebenfalls wichtig. Sie muss hoch genug sein, damit die Partikel nicht sofort verklumpen, aber auch nicht so hoch, dass sie ihre Wirkung verlieren.
    Die gezielte Zugabe von Impfmitteln ist eine clevere Methode, um die Erstarrung zu steuern und die Qualität deiner Gussteile zu verbessern. Es ist ein bisschen wie bei der Schneeflockenbildung – die richtigen Bedingungen und winzige Partikel machen den Unterschied.

    Gestaltung für erfolgreiches Gießen

    Gießform mit komplexen Kanälen und glatten Oberflächen.

    Beim Gießen kommt es nicht nur auf die richtige Technik und die perfekte Schmelze an. Auch die Art und Weise, wie du dein Bauteil gestaltest, spielt eine riesige Rolle für das Endergebnis. Wenn du von Anfang an mitdenkst, kannst du dir eine Menge Ärger und Nacharbeit ersparen. Lass uns mal schauen, wie du deine Entwürfe gießgerecht machst.

    Form- und gießgerechte Gestaltung

    Eine gute Gestaltung berücksichtigt die Eigenheiten des Gießprozesses. Das bedeutet vor allem, Materialanhäufungen zu vermeiden. Wo viel Material auf einmal ist, da erstarrt es unterschiedlich schnell, was zu Spannungen und Rissen führen kann. Wenn du an bestimmten Stellen dickeres Material brauchst, versuche, es durch Rippen oder andere Strukturen aufzulockern, anstatt einfach eine dicke Platte zu gießen. Gleichmäßige Wanddicken sind hier dein bester Freund. Denk auch an die Entformung: Schräge Flächen, sogenannte Ausformschrägen, sind super wichtig, damit du das Modell später leicht aus der Form bekommst, ohne sie zu beschädigen. Ohne die kann die Form reißen oder das Gussteil beschädigt werden.

    • Vermeide Materialansammlungen, besonders an Übergängen.
    • Nutze Aussparungen, um Wanddicken auszugleichen.
    • Sorge für gleichmäßige Wandstärken, wo immer es geht.
    • Integriere Ausformschrägen für eine einfache Entformung.

    Beanspruchungsgerechte Konstruktion

    Neben der reinen Gießbarkeit solltest du auch immer im Blick haben, wie das fertige Teil später belastet wird. Manche Bereiche sind empfindlicher als andere. Besonders Zugspannungen an kritischen Stellen oder scharfe Ecken, die wie Kerben wirken, können die Lebensdauer deines Gussteils stark verkürzen. Versuche, solche Belastungen zu vermeiden oder die Konstruktion so anzupassen, dass die Kräfte gut verteilt werden. Runde Übergänge sind hier oft die Lösung.

    Eine Konstruktion, die sowohl die Gießbarkeit als auch die spätere Beanspruchung berücksichtigt, ist der Schlüssel zu langlebigen und fehlerfreien Gussteilen.

    Fertigungsgerechte Regeln beachten

    Auch wenn das Gießen das Urformen ist, oft ist es ja nicht der letzte Schritt. Wenn das Gussteil noch weiter bearbeitet werden muss, zum Beispiel durch Fräsen oder Bohren, denk schon bei der Gestaltung daran. Wo soll das Werkzeug später ansetzen? Brauchst du Flächen, auf denen du das Teil sicher einspannen kannst? Oder müssen Werkzeuge vielleicht um schräge Flächen herumgeführt werden? Wenn du diese Dinge von vornherein einplanst, sparst du dir später viel Aufwand und vermeidest zusätzliche Fehlerquellen.

    • Plane Anschläge für die Einspannung bei der zerspanenden Bearbeitung ein.
    • Vermeide schräge Anbohrflächen, wenn möglich.
    • Denke an Auslaufwege für Werkzeuge.
    • Sorge für genügend Platz für Montagewerkzeuge.

    Praktische Tipps für die Gießpraxis

    So, jetzt wird's praktisch! Wir haben uns die Theorie angeschaut, aber wie sieht das Ganze im echten Gießprozess aus? Hier kommen ein paar handfeste Tipps, die dir helfen, typische Fehler zu vermeiden und richtig gute Gussteile herzustellen.

    Gleichmäßige Wanddicken sind entscheidend

    Das ist wirklich ein Knackpunkt. Wenn die Wanddicken stark variieren, kühlst du an manchen Stellen viel schneller ab als an anderen. Das kann zu Spannungen führen, die sich dann in Form von Verzug oder sogar Rissen bemerkbar machen. Stell dir vor, du versuchst, ein Stück Holz gleichmäßig zu trocknen – das verzieht sich auch, wenn eine Seite viel schneller trocken wird. Beim Guss ist das ähnlich. Versuch also immer, die Wanddicken so gleichmäßig wie möglich zu halten. Wenn es nicht anders geht, versuche, die Übergänge sanft zu gestalten, keine harten Kanten. Das hilft der Schmelze, gleichmäßiger zu erstarren.

    Aussparungen und Ausformschrägen nutzen

    Manchmal muss man einfach Material weglassen, um die Struktur zu optimieren oder Gewicht zu sparen. Hier kommen Aussparungen ins Spiel. Sie helfen, Materialansammlungen zu vermeiden, die zu Problemen bei der Erstarrung führen könnten. Und denk an die Ausformschrägen! Das sind kleine Winkel, die du an den Seitenflächen anbringst. Warum? Damit du das Modell später leichter aus der Form bekommst, ohne die Form zu beschädigen. Das ist super wichtig, damit deine Form lange hält und du nicht ständig Nacharbeiten musst.

    Kernhaltungen und Formversatz verhindern

    Kerne sind ja oft dazu da, Hohlräume im Gussteil zu erzeugen. Damit die da bleiben, wo sie hingehören, brauchen sie eine gute Halterung. Wenn die Kerne verrutschen oder sich verformen, kann das zu Maßfehlern oder sogar zum Eindringen von Schmelze in den Kernbereich führen. Achte also darauf, dass deine Kernhaltungen stabil sind und die Kerne gut fixiert sind. Ein Formversatz passiert, wenn die beiden Hälften deiner Gießform nicht perfekt aufeinander sitzen. Das Ergebnis sind dann Gussteile, die an einer Seite dicker sind als an der anderen – auch nicht gerade ideal. Eine gute Passung der Formhälften ist da das A und O.

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    Fazit: Gießfehler im Februar im Griff behalten

    So, wir sind am Ende unserer kleinen Reise durch die Welt der Gießfehler angekommen. Hoffentlich konntest du ein paar nützliche Tipps mitnehmen, um die typischen Probleme im Februar zu vermeiden. Denk dran, ein bisschen Vorbereitung und das richtige Wissen können dir viel Ärger ersparen. Wenn du diese Ratschläge beherzigst, steht deinen Gussprojekten nichts mehr im Wege. Viel Erfolg beim Gießen!

    Häufig gestellte Fragen

    Warum ist das richtige Gießen im Februar so wichtig?

    Auch im Februar sind die Temperaturen oft noch niedrig. Das bedeutet, dass dein Gussstück schneller abkühlt. Wenn du nicht aufpasst, können sich dadurch Fehler bilden, weil das Metall nicht genug Zeit hat, richtig zu fließen und sich zu setzen. Denk dran, dass sich das Volumen beim Abkühlen verringert, und das kann zu Problemen führen, wenn es zu schnell passiert.

    Was sind 'Warmrisse' und wie vermeide ich sie?

    Warmrisse sind Risse, die kurz bevor das Metall ganz fest ist, entstehen. Das passiert oft an Stellen, wo sich das Material dicker verändert oder wo es schwer ist, noch flüssiges Metall hinzubekommen. Stell dir vor, du versuchst, einen Kuchen zu backen, und in der Mitte ist er noch flüssig, während die Ränder schon fest sind – das kann reißen! Um das zu verhindern, kannst du versuchen, dickere Stellen dünner zu machen, damit das Metall besser nachfließen kann, oder gezielt kleine Risse an Stellen einplanen, die man später leicht entfernen kann.

    Was sind 'Poren' und 'Lunker' und warum sind sie schlecht?

    Poren sind kleine Bläschen im Gussstück, die durch Gase entstehen, die im flüssigen Metall gefangen waren. Lunker sind größere Hohlräume, die entstehen, wenn das Metall beim Erstarren schrumpft und nicht genug flüssiges Material nachkommt, um das auszugleichen. Beide sind schlecht, weil sie das Gussstück schwächer machen und es leichter brechen kann. Stell dir vor, du hast Luftblasen in einem Keks – das macht ihn brüchig.

    Wie beeinflusst die Abkühlgeschwindigkeit das fertige Teil?

    Die Geschwindigkeit, mit der dein Gussstück abkühlt, ist super wichtig! Wenn es zu langsam abkühlt, wachsen die Metallkristalle sehr groß, was das Teil schwächer macht. Kühlt es zu schnell ab, können sich komische Strukturen bilden, die auch nicht gut für die Festigkeit sind. Du musst einen Mittelweg finden, damit du ein feines, starkes Gefüge bekommst. Das ist wie beim Kochen: Zu kurz und es ist roh, zu lang und es verbrennt.

    Was bedeutet 'Impfen' der Schmelze und warum macht man das?

    Das 'Impfen' ist so ähnlich wie wenn sich Schneeflocken bilden. Man gibt winzige Partikel in die flüssige Metallschmelze. Diese Partikel helfen dabei, dass sich viele kleine Kristalle bilden, anstatt nur wenige große. Das Ergebnis ist ein feineres und oft stärkeres Gefüge im fertigen Gussstück. Es ist ein bisschen wie das Hinzufügen von Zuckerwürfeln zu einer heißen Flüssigkeit, damit sie schneller und gleichmäßiger abkühlt.

    Welche Tipps gibt es für die Form und das Design, um Gießfehler zu vermeiden?

    Beim Entwerfen deines Gussstücks solltest du darauf achten, dass die Wanddicken möglichst gleichmäßig sind. Vermeide abrupte Übergänge, denn dort entstehen oft Probleme. Nutze auch schräge Flächen (Ausformschrägen), damit sich die Form leichter aus dem Gussstück lösen lässt. Und denk daran, dass das Material beim Abkühlen schrumpft – plane das von Anfang an mit ein, damit sich nichts verzieht oder reißt.

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