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    Welche Erde sich für die Vorzucht wirklich lohnt

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    Keimlinge wachsen in hochwertiger Erde

    Der Frühling ist zwar noch weit weg, aber die Gartensaison hat schon begonnen! Viele Gemüsesorten brauchen einfach einen Vorsprung, um die warme Zeit optimal nutzen zu können. Wenn du deine Jungpflanzen selbst vorziehst, gibst du ihnen diesen wichtigen Startvorteil. Wir zeigen dir, warum sich das lohnt und worauf du achten musst.

    Schlüssel-Erkenntnisse

    • Mit dem Vorziehen von Jungpflanzen sicherst du dir eine längere Erntezeit und mehr Vielfalt im Garten, da du spezielle Sorten anbauen kannst, die es sonst nirgends gibt.
    • Eine nährstoffarme Anzuchterde ist ideal, weil sie das Wurzelwachstum anregt, da die Pflanzen gezwungen werden, tiefer nach Nährstoffen zu suchen.
    • Ein heller Standort und konstante Temperaturen, am besten in einem Minigewächshaus, sind entscheidend für die Entwicklung kräftiger, gesunder Jungpflanzen.
    • Gemüse mit langen Wachstumszyklen wie Paprika, Chili und Tomaten profitieren am meisten vom Vorziehen, da sie sonst oft keine reifen Früchte mehr bilden.
    • Nach der Aussaat und dem Pikieren ist das Abhärten der Jungpflanzen vor dem Auspflanzen ins Freiland wichtig, damit sie sich an Sonne und Wind gewöhnen können.

    Warum Sich Das Vorziehen Lohnt

    Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nach mehr Arbeit aussieht, das Vorziehen von Gemüsepflanzen hat echt viele Vorteile. Stell dir vor, du könntest deine Gartensaison einfach verlängern und gleichzeitig noch ein bisschen Geld sparen – klingt doch gut, oder? Genau das ist mit dem Vorziehen möglich.

    Mehr Zeit Für Ihre Pflanzen

    Viele Gemüsesorten, die wir so lieben, stammen eigentlich aus wärmeren Gefilden. Bei uns ist der Sommer oft einfach zu kurz, damit diese Pflanzen richtig reife Früchte ansetzen können. Wenn du sie aber schon früh im Haus vorziehst, gibst du ihnen einen echten Vorsprung. Sie sind dann schon ordentlich gewachsen, wenn sie im Mai endlich ins Freiland dürfen, und haben so mehr Zeit, um ihre ganze Energie in die Fruchtbildung zu stecken. Das bedeutet für dich: mehr und größere Ernte!

    Ein Sicheres Plätzchen Für Setzlinge

    Deine zarten Pflänzchen sind im Haus bestens geschützt. Draußen lauern ja doch einige Gefahren: Schnecken, hungrige Vögel oder auch mal ein plötzlicher Hagelschauer können den Kleinen ganz schön zusetzen. In deiner Wohnung oder im Gewächshaus sind sie sicher vor diesen Widrigkeiten. Außerdem kannst du hier die Bedingungen wie Licht und Temperatur viel besser kontrollieren, was gerade in den kühlen Frühlingsmonaten Gold wert ist.

    Effektive Beetnutzung Ermöglicht

    Das Vorziehen hilft dir auch dabei, deinen Platz im Garten optimal zu nutzen. Du kannst einfach mehr Samen vorziehen, als du später tatsächlich brauchst. So wählst du am Ende nur die kräftigsten und gesündesten Pflanzen für deine Beete aus. Während die ersten vorgezogenen Pflanzen dann im Beet stehen, kannst du schon die nächsten Kandidaten – zum Beispiel für eine spätere Ernte oder Wintergemüse – in den Anzuchttöpfen heranziehen. So ist dein Garten vom Frühjahr bis in den Herbst hinein gut bepflanzt.

    Mehr Vielfalt Und Geld Sparen

    Wenn du deine Pflanzen selbst vorziehst, hast du Zugriff auf eine riesige Sortenvielfalt, die du im Gartencenter oder auf dem Markt oft gar nicht findest. Du kannst also genau die Sorten anbauen, die dir am besten schmecken oder die für deine speziellen Bedingungen am besten geeignet sind. Und mal ehrlich, der Vergleich zwischen dem Preis einer kleinen Saatgutpackung und den Kosten für fertige Jungpflanzen ist oft ziemlich eindeutig. Mit dem Vorziehen sparst du also bares Geld.

    Die Richtige Erde Für Ihre Jungpflanzen

    Wenn du deine eigenen Gemüsepflanzen vorziehst, ist die Wahl der richtigen Erde super wichtig. Das ist quasi das Fundament für gesunde und kräftige Pflänzchen.

    Nährstoffarme Erde Fördert Wurzelwachstum

    Das mag sich erstmal komisch anhören, aber für die Anzucht ist weniger oft mehr. Wenn die Erde, in der deine Samen keimen und wachsen, nicht zu viele Nährstoffe enthält, müssen die Wurzeln richtig arbeiten, um Nahrung zu finden. Das regt sie an, tiefer und stärker zu wachsen. Stell dir das wie ein kleines Training für die Wurzeln vor. Wenn sie von Anfang an alles serviert bekommen, haben sie keinen Grund, sich großartig auszubreiten. Eine gut entwickelte Wurzel ist aber die Basis für eine Pflanze, die später auch Trockenperioden besser übersteht und Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen kann. Eine nährstoffarme Erde ist also der Schlüssel zu einem starken Wurzelapparat.

    Spezielle Anzuchterde Oder Kompost

    Was kommt also in den Topf? Ganz klassisch ist spezielle Anzuchterde aus dem Gartencenter eine gute Wahl. Die ist extra so aufbereitet, dass sie nährstoffarm ist und eine feine Struktur hat, was ideal für zarte Keimlinge ist. Eine andere tolle Option, die ich auch gerne nutze, ist gut gereifter und gesiebter Kompost. Wenn dein Kompost wirklich fein und gut verrottet ist, liefert er zwar ein paar Nährstoffe, aber nicht so viele, dass die Wurzeln faul werden. Er ist oft auch etwas strukturstabiler. Manche Leute schwören auch auf Kokosquelltabletten, die sind praktisch, aber nicht immer die nachhaltigste Wahl.

    Nachhaltige Alternativen Zu Torf

    Torf ist ein super Rohstoff für Anzuchterden, weil er Wasser gut speichert und eine lockere Struktur hat. Allerdings ist Torfabbau nicht gerade umweltfreundlich, da Moore wichtige Lebensräume sind und beim Abbau viel CO2 freigesetzt wird. Deshalb gibt es immer mehr Alternativen. Viele Anzuchterden basieren mittlerweile auf Holzfasern, Rindenhumus oder Kokosfasern. Diese Materialien sind oft Nebenprodukte aus anderen Industrien und somit nachhaltiger. Achte beim Kauf einfach mal auf die Inhaltsstoffe, da gibt es mittlerweile echt gute Sachen, die der Umwelt nicht so sehr schaden.

    Optimale Anzuchtbedingungen Schaffen

    Damit deine kleinen Pflänzchen gut gedeihen und zu starken Gemüsen heranwachsen, brauchst du die richtigen Bedingungen. Das ist gar nicht so kompliziert, wie es vielleicht klingt.

    Das A und O für gesunde Jungpflanzen ist Licht. Stell dir vor, du müsstest den ganzen Tag im Dunkeln verbringen – kein Wunder, dass du dann schlapp machst! Deine Pflanzen brauchen tagsüber so viel Licht wie möglich. Eine Fensterbank nach Südosten ist oft ein guter Platz, solange kein Heizkörper darunter ist. Wenn es zu dunkel ist, werden die Pflanzen lang und dünn, sie "vergeilen". Das ist nicht das Ende der Welt, aber diese dünnen Stängel können später oft keine schweren Früchte tragen und sind anfälliger für Krankheiten. Wenn dein Fensterplatz nicht optimal ist, gibt es Tricks:

    • Pflanzenlampen: Gerade im Winter und zeitigen Frühjahr reicht das natürliche Licht oft nicht aus. Investiere in eine gute Pflanzenlampe. Es gibt Lampen mit einem angenehmen Lichtspektrum für Wohnräume, die nicht so grell sind.
    • Regalsystem: Baue dir ein kleines Regal mit mehreren Ebenen und statte jede Ebene mit einer Lampe aus. So hast du deine Anzucht kompakt an einem Ort und nutzt den Platz gut aus.

    Konstante Temperaturen Mit Minigewächshäusern

    Viele Samen und junge Pflanzen mögen es nicht zu warm. Wohnräume sind oft viel zu beheizt für die Anzucht. Ein kühler Flur, ein unbeheiztes Gästezimmer oder sogar ein Kellerraum kann ein besserer Platz sein, solange du für ausreichend Licht sorgst. Minigewächshäuser sind hier super praktisch. Sie halten die Feuchtigkeit und Temperatur konstant. Viele haben auch eine kleine Lüftungsklappe, die du öffnen kannst, wenn es doch zu warm wird. Das ist besonders wichtig, damit die Pflanzen nicht "schießen", also zu schnell und dünn wachsen.

    • Temperaturkontrolle: Achte darauf, dass die Temperatur nicht zu hoch wird, besonders nachdem die Samen gekeimt sind. Ideal sind oft kühlere Temperaturen.
    • Luftfeuchtigkeit: Das Gewächshaus hilft, die Luftfeuchtigkeit hoch zu halten, was viele Jungpflanzen mögen.
    • Belüftung: Regelmäßiges Lüften ist wichtig, um Schimmel vorzubeugen und die Pflanzen abzuhärten.

    Die Richtigen Anzuchtgefäße Wählen

    Du hast verschiedene Möglichkeiten, deine Samen auszusäen. Kleine Töpfe, spezielle Anzuchtschalen oder auch Kokosquelltabletten funktionieren gut. Wichtig ist, dass die Gefäße nicht zu groß sind, damit die Erde nicht zu lange nass bleibt. Wenn die Pflänzchen größer werden, pikierst du sie in größere Töpfe um.

    • Saatgutschalen: Ideal für die erste Aussaat vieler Samen auf einmal.
    • Kleine Töpfe: Gut für einzelne Pflanzen oder wenn du später weniger pikieren möchtest.
    • Kokosquelltabletten: Einfach in der Handhabung und biologisch abbaubar.
    Die Wahl des richtigen Gefäßes hängt auch davon ab, wie viel Platz du hast und wie du später weiterarbeiten möchtest. Manche Leute mögen es, wenn sie direkt in einzelnen Töpfen aussäen, um das Pikieren zu vermeiden. Andere finden das Pikieren aber auch eine gute Gelegenheit, die Pflanzen genauer anzuschauen und zu sortieren.

    Welche Gemüse Vorziehen

    Junge Gemüsepflanzen sprießen aus Erde in Töpfen.

    Jetzt wird's spannend: Welche Gemüsesorten sind denn überhaupt dafür geeignet, dass du sie schon zu Hause vorziehst? Grundsätzlich kann man sagen, dass die meisten Gemüsesorten davon profitieren, wenn sie einen kleinen Vorsprung im Haus bekommen. Aber es gibt ein paar Kandidaten, bei denen es sich besonders lohnt, und andere, die du lieber direkt ins Beet säen solltest.

    Gemüse mit langem Wachstumszyklus

    Diese Kandidaten brauchen einfach eine lange Zeit, um von der Aussaat bis zur Ernte heranzuwachsen. Wenn du in unseren Breitengraden eine gute Ernte haben möchtest, kommst du ums Vorziehen kaum herum. Denk nur mal an Paprika, Chili oder Auberginen. Die wollen es warm und haben es nicht eilig. Wenn du die erst im Mai ins Freiland pflanzt, sind sie oft noch ganz klein und haben bis zum Herbst kaum eine Chance, richtig Früchte anzusetzen. Deshalb ist es bei diesen Gemüsen ratsam, schon im Januar oder Februar mit der Aussaat zu beginnen.

    • Paprika & Chili: Brauchen viel Wärme und eine lange Saison.
    • Auberginen: Ähnlich wie Paprika, wollen früh dran sein.
    • Tomaten: Viele Sorten profitieren von einem frühen Start, besonders wenn du auf eine reiche Ernte hoffst.
    • Physalis (Kapstachelbeere): Benötigt ebenfalls eine lange, warme Wachstumsperiode.

    Gemüse, das vom Vorsprung profitiert

    Dann gibt es noch die Gemüsesorten, die du zwar auch direkt ins Beet säen könntest, die aber einen deutlichen Vorteil haben, wenn du sie vorziehst. Das sind oft die zarteren Pflanzen, die im Freiland gleich mit Schnecken, starkem Wind oder kühler Witterung kämpfen müssten. Wenn du sie im Haus vorziehst, sind sie schon etwas robuster, wenn sie dann ins Beet kommen. Das gilt zum Beispiel für viele Kohlarten oder auch Salate. Sie sind oft lecker für Schnecken, und ein kleiner Vorsprung im Haus kann da Wunder wirken.

    • Kohlarten (Brokkoli, Blumenkohl, Weißkohl etc.): Sind anfällig für Schädlinge und Kälte.
    • Salate: Schnelles Wachstum ist hier oft entscheidend für die Ernte.
    • Kräuter: Viele Kräuterarten lassen sich gut vorziehen und sind im Haus schneller erntebereit.

    Gemüse für Direktsaat ins Freiland

    Manche Gemüsesorten mögen es gar nicht, wenn man sie aus ihren Töpfen holt und woanders einpflanzt. Sie bilden dann oft nur ein schwaches Wurzelwerk aus oder wachsen einfach nicht mehr richtig an. Dazu gehören vor allem Wurzelgemüse, die ihre Wurzel direkt in die Erde stecken wollen. Auch bei Erbsen und Bohnen ist die Direktsaat meist die beste Wahl. Sie keimen schnell und brauchen keine Hilfe.

    • Möhren: Sie mögen es nicht, wenn ihre Wurzel gestört wird.
    • Pastinaken: Ähnlich wie Möhren, brauchen ungestörte Wurzelentwicklung.
    • Radieschen & Rettich: Wachsen sehr schnell und sind für die Direktsaat gemacht.
    • Erbsen & Bohnen: Keimen gut im Freiland und sind unkompliziert.
    Die Entscheidung, ob du ein Gemüse vorziehst oder direkt ins Beet säst, hängt stark von deinem Klima, der Sorte und dem gewünschten Erntezeitpunkt ab. Schau am besten immer auf die Samentüte, dort findest du die besten Tipps für jede einzelne Pflanze.

    Schritt-Für-Schritt Anleitung Zur Anzucht

    Keimlinge wachsen aus Erde in Anzuchtschale

    Du hast alles beisammen, was du für die Jungpflanzenanzucht deiner Lieblingsgemüse brauchst? Perfekt, dann kann es endlich losgehen! Von der Aussaat bis zum Auszug deiner kleinen grünen Schützlinge ist es gar nicht so kompliziert, wenn du ein paar Dinge beachtest. Hier erkläre ich dir, wie du Schritt für Schritt vorgehst.

    Aussaat und Keimtemperatur beachten

    Zuerst füllst du deine Pflanztöpfchen mit der Anzuchterde. Dann steckst du die Samen mit der richtigen Aussaattiefe, die du auf der Saatguttüte findest, in die Erde und drückst sie leicht an. Mit einer Ballbrause befeuchtest du alles vorsichtig. Das Wichtigste jetzt ist die richtige Keimtemperatur. Jede Gemüsesorte hat da ihre eigenen Vorlieben – manche sind Kaltkeimer, andere Warmkeimer. Recherchiere also kurz, was deine Samen brauchen, und stell die Töpfchen an einen Ort, wo diese Temperaturen konstant herrschen. Licht ist in dieser Phase noch zweitrangig. Halte die Erde immer leicht feucht und hab Geduld.

    Sobald du die ersten zarten grünen Spitzen siehst, ist das ein toller Erfolg! Jetzt dürfen die Schalen an einen helleren Platz, am besten unter eine Pflanzenlampe, denn jetzt ist Licht wichtig für das weitere Wachstum. Achte darauf, dass die Erde feucht, aber nicht nass ist.

    Pikieren für kräftige Pflanzen

    Wenn deine Pflänzchen ihr erstes echtes Blattpaar entwickelt haben (die Keimblätter zählen hier nicht mit), ist es Zeit für ein eigenes, größeres Zuhause. Das nennt man pikieren. Ohne diesen Schritt würden die Pflanzen um Licht, Nährstoffe und Platz konkurrieren und sich nur kümmerlich entwickeln. Du kannst dafür einen Pikierstab benutzen, aber auch ein Bleistift oder ein Löffelstiel tun es. Hebe die Pflanze vorsichtig an der Wurzel oder am Blatt an und setze sie in ein neues Töpfchen mit frischer Erde. Gut angießen nicht vergessen!

    Nach dem Pikieren kommen die Pflanzen wieder an einen hellen Platz und dürfen dort weiter wachsen. In dieser Phase freuen sich viele Pflanzen über eine erste, vorsichtige Düngergabe, wenn sie schon ein paar Wochen alt sind.

    Abhärten vor dem Auspflanzen

    Wenn deine Jungpflanzen etwa 6-8 Wochen alt sind und die Gefahr von Nachtfrösten vorbei ist (oft nach den Eisheiligen Mitte Mai), ist es Zeit für den Umzug ins Freiland. Aber Achtung: Deine Pflanzen müssen sich erst an die neuen Bedingungen gewöhnen! Das nennt man Abhärten. Stelle die Töpfchen für ein paar Stunden am Tag nach draußen an einen geschützten Platz. Hole sie abends wieder rein. Steigere die Zeit draußen langsam über mehrere Tage. So gewöhnen sie sich an Wind, Sonne und kühlere Temperaturen. Wenn sie gut abgehärtet sind, kannst du sie endlich ins Beet pflanzen. Denk daran, empfindliche Pflanzen mit einem Schutz gegen Schnecken oder einem Kulturschutznetz zu versehen.

    Die richtige Erde ist für die Anzucht entscheidend. Eine nährstoffarme Erde regt die Wurzeln an, tiefer zu wachsen und nach Nährstoffen zu suchen. Das Ergebnis sind kräftigere Pflanzen mit einem besseren Wurzelsystem, die später auch besser mit Trockenheit zurechtkommen.

    Und vergiss nicht, deine Töpfe zu beschriften! Sonst verlierst du schnell den Überblick, was du da eigentlich anbaust.

    Praktisches Zubehör Für Die Jungpflanzenanzucht

    Damit deine kleinen Pflänzchen gut gedeihen und du den Überblick behältst, gibt es ein paar Helferlein, die dir die Arbeit erleichtern. Du brauchst nicht gleich einen ganzen Werkzeugladen, aber ein paar Dinge sind wirklich Gold wert.

    Töpfe und Schalen für jede Größe

    Für die allerersten Schritte, also die Aussaat, eignen sich am besten flache Schalen oder kleine Töpfe. Hier können die Samen in Ruhe keimen. Wenn die Pflänzchen dann größer werden und ihre ersten echten Blätter zeigen, ist es Zeit fürs Pikieren. Das bedeutet, sie bekommen ein eigenes, etwas größeres Zuhause. Hierfür sind Quickpots super praktisch. Das sind kleine Töpfchen, die du gut wiederverwenden kannst und die es dir erlauben, die Pflanzen später einfach mitsamt dem Topf ins Beet zu setzen. Das mögen gerade empfindliche Pflanzen wie Kürbisgewächse sehr. Aber auch alte Joghurtbecher oder andere recycelte Behälter tun es, solange sie unten ein paar Löcher haben, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Sauberkeit ist hierbei wichtig, damit keine Krankheiten übertragen werden.

    Hilfreiche Werkzeuge für die Aussaat

    Beim Gießen ist Vorsicht geboten, gerade wenn die Pflänzchen noch ganz klein sind. Eine Ballbrause ist hierfür ideal, weil sie das Wasser ganz sanft verteilt und die zarten Keimlinge nicht umwirft. Wenn du dann pikieren musst, also die einzelnen Pflänzchen in größere Töpfe umsetzt, kann dir ein Pikierstab helfen. Das ist im Grunde ein kleiner Holzstab, mit dem du die Pflänzchen vorsichtig aus der Erde hebeln und wieder einsetzen kannst. Das ist aber kein Muss, mit etwas Fingerspitzengefühl geht es auch ohne.

    Pflanzenschilder für den Überblick

    Du kennst das sicher: Kaum hast du ein paar verschiedene Samen ausgesät, vergisst du schon, was wo wächst. Gerade wenn du viele verschiedene Gemüsesorten vorziehst, sind Pflanzenschilder unerlässlich. So weißt du immer genau, welche Pflanze gerade welche Pflege braucht und wann sie ins Freiland darf. Es gibt sie aus Holz, Kunststoff oder auch zum Stecken. Schreib einfach den Namen der Pflanze und das Aussaatdatum drauf, dann hast du alles im Griff.

    Für deine jungen Pflanzen brauchst du das richtige Zubehör, damit sie gut wachsen können. Wir haben alles, was du dafür brauchst, damit deine Pflanzen stark werden. Schau dir jetzt unser tolles Angebot an und hol dir alles, was du für deine Pflanzenzucht benötigst!

    Also, lohnt sich das Vorziehen?

    Na klar, wenn du dir die Infos so anschaust, dann siehst du ja, dass sich das Vorziehen wirklich lohnt. Du hast länger was von deiner Ernte, kannst mehr verschiedene Sorten anbauen und sparst am Ende auch noch Geld. Außerdem macht es einfach Spaß zu sehen, wie aus einem kleinen Samen eine ganze Pflanze wird. Also, ran an die Erde und viel Erfolg beim Gärtnern!

    Häufig gestellte Fragen

    Warum ist es überhaupt sinnvoll, Pflanzen vorzuziehen?

    Stell dir vor, du gibst deinen Pflanzen einen riesigen Vorsprung! Viele Gemüsesorten brauchen bei uns einfach länger, um reif zu werden. Wenn du sie schon früh drinnen aussäst, sind sie draußen schon ordentlich gewachsen und haben mehr Zeit, leckere Früchte zu bilden. Außerdem bist du nicht auf das Angebot im Gartencenter angewiesen und kannst aus vielen tollen Sorten wählen. Und ganz nebenbei sparst du auch noch Geld!

    Welche Erde eignet sich am besten für die Anzucht?

    Für die ganz kleinen Pflänzchen ist eine nährstoffarme Erde am besten. Das klingt komisch, aber so müssen die Wurzeln mehr arbeiten und werden richtig stark. Spezielle Anzuchterde aus dem Laden ist super dafür. Du kannst aber auch gut gereiften Kompost nehmen, der nicht mehr so viele Nährstoffe hat. Wichtig ist, dass die Erde locker ist und gut Wasser ablässt.

    Wie viel Licht brauchen die jungen Pflanzen wirklich?

    Licht ist super wichtig, damit deine Pflänzchen nicht lang und dünn werden. Stell sie am besten auf eine Fensterbank, wo sie viel Licht abbekommen, am besten nach Südosten. Wenn das nicht reicht, gibt es spezielle Pflanzenlampen, die du über die Anzucht stellen kannst. So werden sie schön kompakt und kräftig.

    Ab wann kann ich mit dem Vorziehen beginnen?

    Das kommt ganz auf die Gemüsesorte an! Manche, wie Tomaten oder Paprika, brauchen viel Zeit und werden schon im Januar oder Februar ausgesät. Andere, wie Salat, kannst du auch später noch säen. Auf der Rückseite der Samentütchen steht meistens genau, wann der beste Zeitpunkt ist.

    Was mache ich, wenn die Pflänzchen zu groß für ihre kleinen Töpfe werden?

    Wenn deine Pflänzchen das erste richtige Blattpaar bekommen haben (nicht die allerersten Keimblätter), ist es Zeit zum Pikieren. Das bedeutet, du setzt sie vorsichtig in größere Töpfe einzeln um. So haben sie mehr Platz, um weiter zu wachsen und starke Wurzeln zu bilden.

    Müssen die Pflanzen vor dem Raussetzen abgehärtet werden?

    Ja, unbedingt! Kurz bevor du deine Jungpflanzen ins Freiland setzt, müssen sie sich erst mal an die Sonne, den Wind und die kühleren Temperaturen draußen gewöhnen. Stell sie dafür einfach für ein paar Stunden am Tag nach draußen und hol sie abends wieder rein. So werden sie robust und verkraften den Umzug besser.

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