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    Wie du Pflanzen besser leitest

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    Hände leiten eine grüne Pflanze an einem Holzstab nach oben.

    Hier sind die wichtigsten Punkte, die du dir merken solltest, um deine Pflanzen, besonders die Gurken, besser in den Griff zu bekommen:

    Key Takeaways

    • Verstehe, dass Pflanzen auf Schnitt reagieren, indem sie neue Triebe bilden.
    • Gezieltes Schneiden, wie das Pinzieren, hilft Pflanzen, kompakter zu wachsen.
    • Beobachte den natürlichen Wuchs, um störende oder kreuzende Triebe zu erkennen.
    • Setze Schnitte eher unten an, um eine stabile Basis zu fördern.
    • Bei Gurken hilft es, ihnen Rankhilfen zu geben und die Triebe sanft zu lenken.

    Das Geheimnis des Wachstums Verstehen

    Hast du dich jemals gefragt, warum deine Pflanzen nach einem Schnitt manchmal regelrecht explodieren, und das oft an Stellen, wo du es gar nicht erwartet hast? Das ist kein Zufall, sondern ein faszinierendes Zusammenspiel von Signalen und inneren Abläufen. Wenn du diese Mechanismen verstehst, kannst du deine Pflanzen viel besser lenken und zu einem gesunden, kompakten Wuchs anregen.

    Warum Pflanzen nach dem Schnitt loslegen

    Wenn du einen Trieb kürzt, kappst du im Grunde die Spitze, wo die Hauptwachstumsknospe sitzt. Diese Spitze produziert ein Hormon, das das Wachstum der seitlichen Knospen hemmt. Sobald du diese Spitze entfernst, fällt diese Hemmung weg. Die seitlichen Knospen, die bisher im „Wartestand“ waren, bekommen nun das Signal: „Los geht’s!“ Sie beginnen zu wachsen und bilden neue Triebe. Das ist der Grund, warum ein Schnitt oft wie ein Startschuss wirkt. Aus einem Trieb werden so schnell mehrere, was zu einer dichteren Verzweigung führt. Es ist ein natürlicher Mechanismus, um nach einer Beschädigung oder eben einem Schnitt die Pflanze zu erhalten und weiter zu wachsen.

    Der innere Rangordnung der Pflanze

    Stell dir vor, deine Pflanze hat eine Art interne Hierarchie. An der Spitze jedes Triebs steht die Endknospe, die das Sagen hat und die Richtung vorgibt. Darunter warten die Seitenknospen auf ihre Chance. Solange die Endknospe intakt ist, konzentriert sich die Pflanze auf das Längenwachstum. Wenn du aber die Endknospe entfernst, wird die Rangordnung gestört. Die Energie, die vorher in das Spitzenwachstum floss, verteilt sich nun auf die nächstbesten Kandidaten – die Seitenknospen. Sie erwachen und beginnen zu wachsen. Dieses Prinzip erklärt, warum manche Pflanzen nach einem Rückschnitt erst einmal in die Breite statt in die Höhe schießen.

    Das Signal für neues Leben

    Das Entfernen von Triebspitzen ist für die Pflanze ein klares Zeichen, dass sie sich regenerieren und neu aufbauen muss. Es ist, als würdest du ihr sagen: „Hier ist etwas passiert, mach dich bereit, neu zu wachsen!“ Die Pflanze reagiert darauf, indem sie ihre Ressourcen umleitet. Sie schickt Wachstumsimpulse an die Knospen, die sich in der Nähe der Schnittstelle befinden. Dieses Signal löst eine Kaskade von Reaktionen aus, die zur Bildung neuer Blätter und Triebe führen. Es ist ein faszinierender Prozess, der zeigt, wie anpassungsfähig Pflanzen sind und wie sie auf äußere Einflüsse reagieren, um ihr Überleben zu sichern und sich zu vermehren.

    Gezieltes Schneiden für Kompakten Wuchs

    Gärtner schneidet Pflanze für kompakten Wuchs

    Du kennst diese Pflanzen, die im Frühling plötzlich wild in alle Richtungen schießen? Der Trick ist: Mit dem richtigen, gezielten Schnitt bestimmst du, wie sich die Pflanze weiterentwickelt – und sorgst dafür, dass sie kompakt, gesund und standfest bleibt. Es geht nicht darum, willkürlich irgendwo die Schere anzusetzen, sondern die natürlichen Wachstumskräfte der Pflanze zu steuern. Hier liest du, wie es besser klappt.

    Triebspitzen als Wachstumslenker

    Wenn du Triebspitzen entfernst, schickst du ein Signal an die Pflanze, Energie auf die seitlichen Knospen zu verteilen. Das Ergebnis sind neue Seitentriebe und eine buschigere Form. Das klingt einfach, aber du solltest nie zu hoch schneiden: Der eigentliche Wuchs startet oft genau unter dem Schnittpunkt. Wer also oben alles kappt, bekommt einen dichten Schopf, während unten die Pflanze verkahlt.

    Kurze Anleitung:

    • Schneide immer knapp über einer nach außen zeigenden Knospe.
    • Lass keine Stummel stehen – die werden nur krank und treiben nicht.
    • Behalte das Gesamtbild der Pflanze im Kopf.

    Die Kunst des Pinzierens

    Beim Pinzieren zwickst du junge Triebspitzen einfach mit den Fingern ab. Diese Methode eignet sich besonders gut für einjährige Pflanzen, Kräuter und Stauden. Das Ziel: kompakter Wuchs und viele Verzweigungen. Pinzierung sorgt dafür, dass die Pflanze ihre Kraft nicht in einen langen, dünnen Trieb steckt, sondern sich stattdessen gut verzweigt.

    So geht's:

    1. Wähle einen Trieb, der zu lang und dünn ist.
    2. Zwicken die Triebspitze vorsichtig mit Daumen und Zeigefinger ab.
    3. Überprüfe alle paar Wochen, ob sich neue Triebe gebildet haben.

    Standfestigkeit durch gezielte Eingriffe

    Pflanzen, die zu hoch und instabil wachsen, kippen schnell um oder brechen. Mit einem gezielten Schnitt im unteren Drittel regst du die Pflanze an, unten mehr Zweige zu bilden. Das macht sie deutlich stabiler.

    Maßnahme Wirkung auf die Pflanze
    Triebspitzen kürzen Mehr Verzweigungen, buschigere Krone
    Einzelne alte Triebe entfernen Licht & Luft im Inneren, weniger Pilzgefahr
    Pinzieren Kompakter Wuchs, dichter Aufbau
    Manchmal reicht schon ein gezielter Handgriff, um einer Pflanze ein ganz neues Auftreten zu geben – langsam erkennst du, wie deine Eingriffe das Wachstum beeinflussen.

    Niemand verlangt Perfektion. Die Pflanzen danken dir für kleine, durchdachte Eingriffe, die sie robuster und schöner machen.

    Den Natürlichen Wuchs Nutzen

    Manchmal schneidest du etwas weg, weil es gerade stört, und zack – kurz darauf sprießen überall neue Triebe, oft genau da, wo du sie nicht haben willst. Das ist kein Zufall, sondern die Art, wie Pflanzen ticken. Wenn du das Prinzip dahinter verstehst, kannst du viel gezielter vorgehen und deine Pflanzen so formen, dass sie sich natürlich entwickeln.

    Störende Triebe erkennen

    Jede Pflanze hat eine Art innere Hierarchie. Ganz oben am Trieb sitzt die Endknospe, die bestimmt, wohin es geht. Solange die unversehrt ist, wächst der Trieb geradeaus weiter. Darunter warten die Seitenknospen. Wenn du nun die Spitze kappst, fällt die Führung weg. Die Seitenknospen werden aktiv, oft gleich mehrere auf einmal. Aus einem Trieb werden so schnell zwei oder mehr. Das ist kein Fehler der Pflanze, sondern ihr Programm, sich zu verzweigen und die Energie neu zu verteilen. Wenn du also Wachstum bremsen willst, leitest du den Schnitt auf einen bestehenden Seitentrieb um. Du kürzt den Trieb bis zu einem nach außen zeigenden Seitentrieb, der dann die Führung übernimmt und ruhiger weiterwächst.

    Kreuzende Äste vermeiden

    Oft ist es sinnvoller, einzelne alte Triebe direkt an der Basis zu entfernen, anstatt oben alles zu kürzen. Das hilft, die natürliche Form der Pflanze zu erhalten und gleichzeitig Licht und Luft ins Innere zu lassen. Bei Sträuchern wie der Forsythie funktioniert das super: Nimm nach und nach die ältesten Triebe unten heraus, und die Pflanze schiebt von unten neue nach. So bleibt der Wuchs stimmig und du vermeidest das typische Bild, wo oben alles explodiert.

    Alte Triebe sanft entfernen

    Es gibt aber auch Pflanzen, bei denen du genau andersherum vorgehen musst. Sie blühen nur an den neuen Trieben, die im selben Jahr wachsen. Hier darfst und sollst du kräftig zurückschneiden, denn erst der Schnitt regt die Bildung der neuen, blühenden Triebe an. Ein gutes Beispiel ist der Sommerflieder: Ihn schneidest du jedes Jahr stark zurück, damit er von unten neu austreibt und kräftige Blütenstände bildet. Das Prinzip bleibt aber gleich: Durch den Schnitt weckst du schlafende Knospen, nur setzt du ihn hier bewusst tiefer an.

    Wenn du einfach nur auslichten und die Pflanze insgesamt vital halten willst, ist es oft klüger, einzelne alte Triebe an der Basis komplett herauszunehmen. Dort, wo sie entspringen. Die Pflanze behält ihre natürliche Form. Gleichzeitig kommen Licht und Luft ins Innere.

    Manchmal ist es auch gar nicht nötig, von oben zu kürzen. Wenn du die Pflanze insgesamt verjüngen willst, nimmst du einfach die ältesten Triebe unten komplett heraus. Das regt die Pflanze an, von unten neue, kräftige Triebe zu bilden. So bleibt sie gesund und behält ihre natürliche Form.

    Die richtige Schnitttechnik Anwenden

    Wo neue Triebe entstehen sollen

    Beim Schneiden geht es darum, das Wachstum deiner Pflanze zu lenken. Das ist keine Magie, sondern basiert auf einem einfachen Prinzip: Wenn du die Spitze eines Triebs entfernst, werden die darunterliegenden Knospen aktiv. Stell dir das wie eine kleine Befehlskette vor. Die Endknospe gibt die Richtung vor, aber sobald sie weg ist, übernehmen die Seitenknospen. Und genau hier liegt der Schlüssel: Du entscheidest, wo diese neuen Triebe entstehen sollen.

    Wenn du möchtest, dass deine Pflanze buschiger wird, dann schneidest du die Triebspitzen zurück. Das weckt mehrere Knospen auf, und aus einem Trieb werden schnell zwei oder mehr. Das ist super, wenn du mehr Fülle möchtest. Aber Achtung: Wenn du einfach irgendwo schneidest, weil es gerade passt, kann das schnell zu einem unerwünschten Ergebnis führen. Stell dir vor, du schneidest eine Hecke auf Brusthöhe – dann wächst sie genau dort am dichtesten, und unten wird sie vielleicht kahl. Das ist oft nicht das, was du willst.

    Schnitte im unteren Bereich setzen

    Deshalb ist es oft eine gute Idee, die Schnitte eher im unteren Bereich der Pflanze zu setzen. Warum? Weil die Pflanze unten stabil bleiben und sich nach oben hin locker entfalten soll. Wenn du die Haupttriebe weiter unten kürzt, förderst du eine Verzweigung, die der Pflanze hilft, kompakt und gut strukturiert zu bleiben. Das verhindert auch, dass die Pflanze optisch nach oben wandert und unten leer wird.

    Manchmal ist es sogar besser, gar nicht die Spitzen zu kürzen, sondern einzelne alte Triebe komplett an der Basis zu entfernen. Das nennt man Auslichten. So kommt Licht und Luft ins Innere der Pflanze, sie bleibt vital und behält ihre natürliche Form. Das funktioniert besonders gut bei Sträuchern, die von unten neu austreiben. Du nimmst nach und nach die ältesten Triebe weg, und die Pflanze verjüngt sich von selbst. Das ist eine sanfte Methode, die das typische „oben explodiert, unten kahl“ vermeidet.

    Verzweigung bewusst steuern

    Es gibt aber auch Pflanzen, bei denen du genau andersherum vorgehen musst. Manche blühen nur an den Trieben, die im selben Jahr wachsen. Bei diesen Pflanzen ist ein kräftiger Rückschnitt erwünscht. Du schneidest sie stark zurück, damit sie neue, kräftige Triebe bilden, die dann im Sommer blühen. Sommerflieder oder bestimmte Clematis sind gute Beispiele dafür. Hier setzt du den Schnitt bewusst tief an, um genau diesen Effekt zu erzielen.

    Hier eine kleine Übersicht, wie du die Verzweigung steuern kannst:

    • Mehr Fülle gewünscht: Kürze Triebspitzen. Mehrere Knospen werden aktiv, die Pflanze wird buschiger.
    • Wachstum beruhigen/Länge begrenzen: Leite auf einen bestehenden Seitentrieb ab. Schneide den Haupttrieb bis zu einem nach außen zeigenden Seitentrieb zurück.
    • Natürliche Form erhalten/Vitalität fördern: Nimm einzelne alte Triebe komplett an der Basis heraus (Auslichten).
    • Starke Blüte an neuen Trieben fördern: Schneide die Pflanze kräftig zurück, oft bis auf eine bestimmte Höhe (z.B. Kniehöhe).
    Denk daran, dass Pflanzen sehr geduldig sind. Selbst wenn mal etwas nicht ganz nach Plan läuft, lässt sich vieles mit der Zeit korrigieren. Aber mit ein bisschen Wissen über die Schnitttechnik kannst du deiner Pflanze helfen, sich optimal zu entwickeln.

    Staunässe Vermeiden und Wurzeln Schützen

    Manchmal hat man das Gefühl, man gießt und gießt, aber die Pflanzen sehen trotzdem nicht so aus, als würden sie das Wasser richtig aufnehmen. Das kann an Staunässe liegen. Wenn Wasser im Topf oder im Beet einfach stehen bleibt, ist das Gift für die Wurzeln. Sie können dann nicht mehr richtig atmen und fangen an zu faulen. Das ist echt ärgerlich, weil gesunde Wurzeln ja die Basis für eine gesunde Pflanze sind.

    Das Loch im Topfboden

    Das klingt erstmal total banal, aber das Loch im Topfboden ist Gold wert. Ohne das kann überschüssiges Wasser gar nicht erst abfließen. Stell dir vor, du hast einen Schwamm, der ständig nass ist – der fängt irgendwann an zu müffeln und verliert seine Form. Wurzeln sind da ähnlich. Sie brauchen Luft zum Atmen. Wenn der Topf also keine Abflusslöcher hat, ist das wie ein Todesurteil für deine Pflanze, ganz ehrlich.

    Staunässe als Wurzelkiller

    Staunässe ist wirklich ein heimtückischer Feind. Wenn die Erde dauerhaft zu nass ist, werden die Wurzeln quasi ertränkt. Sie bekommen keinen Sauerstoff mehr und beginnen zu faulen. Das ist ein Prozess, der sich oft erst spät zeigt, wenn die Pflanze schon schlappmacht. Manchmal sieht man es an gelben Blättern oder einem allgemeinen Dahinwelken. Das Schlimme ist: Wenn die Wurzeln erstmal angegriffen sind, ist es oft schwer, die Pflanze noch zu retten. Deshalb ist es so wichtig, dass überschüssiges Wasser immer gut ablaufen kann.

    Gesunde Wurzeln für gesunde Pflanzen

    Alles hängt an den Wurzeln. Wenn die fit sind, ist die ganze Pflanze stark. Das bedeutet, sie kann Nährstoffe besser aufnehmen, ist widerstandsfähiger gegen Krankheiten und kommt auch mal besser mit Trockenperioden klar. Wenn du also darauf achtest, dass deine Pflanzen keine nassen Füße bekommen und die Wurzeln genug Luft kriegen, dann ist das schon die halbe Miete für ein gutes Wachstum. Denk dran: Eine gute Wurzelentwicklung ist das Fundament für alles, was danach kommt.

    Der Gießrand: Wasser Direkt An Die Wurzeln Leiten

    Manchmal scheint es, als würde das Gießwasser einfach im Beet versickern, bevor es überhaupt die Wurzeln erreicht. Das ist ärgerlich, oder? Aber keine Sorge, es gibt eine einfache Methode, die Abhilfe schafft: den Gießrand. Stell dir das wie einen kleinen Erdwall vor, der rund um deine Pflanze angelegt wird. Dieser Wall sorgt dafür, dass das Wasser dort bleibt, wo es hingehört – nämlich direkt bei den Wurzeln. Das ist nicht nur super praktisch, sondern spart auch Wasser und hilft deinen Pflanzen, besonders gut anzuwachsen, vor allem in trockenen Zeiten.

    Wasser sparen und Pflanzen stärken

    Warum ist dieser kleine Erdwall so wirkungsvoll? Ganz einfach: Er verhindert, dass das kostbare Nass sofort seitlich abläuft oder schnell verdunstet. Stattdessen sammelt sich das Wasser im Gießrand und hat so genug Zeit, langsam in den Boden einzudringen und die Wurzeln zu erreichen. Das ist besonders für frisch gepflanzte Bäume, Sträucher oder auch junge Gemüsepflanzen ein echter Segen. Sie bekommen genau die Feuchtigkeit, die sie zum Anwachsen brauchen, ohne dass du ständig zur Gießkanne greifen musst. So schützt du deine Pflanzen vor Trockenstress und förderst ein kräftiges Wachstum.

    Den Erdwall richtig anlegen

    Das Anlegen eines Gießrandes ist wirklich kein Hexenwerk. Wenn du eine neue Pflanze in die Erde setzt, nimmst du einfach die Erde aus dem Pflanzloch und häufst sie rund um den Stamm an. Du kannst auch noch etwas zusätzliche Erde aus der Umgebung dazunehmen. Der Wall sollte ungefähr so breit sein wie der Wurzelballen der Pflanze. Drücke die Erde danach gut fest, damit der Wall stabil bleibt und seine Funktion erfüllen kann. Mit der Zeit kann der Wall durch Regen und Gießen etwas abgetragen werden. Kein Problem! Du baust ihn einfach ab und zu wieder auf.

    Nachhaltige Bewässerung im Garten

    Der Gießrand ist eine tolle Technik, um deine Bewässerung im Garten effizienter zu gestalten. Er funktioniert übrigens auch super auf dem Balkon in Kübeln! Lass einfach ein paar Zentimeter Platz zum oberen Topfrand frei, wenn du die Erde einfüllst. So kannst du auch hier großzügig gießen, ohne dass alles sofort überläuft. Denk aber daran: Staunässe ist ein echter Wurzelkiller. Deshalb ist es wichtig, dass deine Töpfe immer ein Loch im Boden haben, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Mit dieser einfachen Methode sorgst du dafür, dass deine Pflanzen gesund bleiben und du gleichzeitig Wasser sparst. Das ist doch mal eine gute Sache, oder?

    Gurken Ranken Chaotisch? So Bändigst Du Sie!

    Chaotische Gurkenpflanzen an einem Rankgitter mit grünen Blättern.

    Nicht selten ist das Gurkenbeet nach ein paar Wochen ein einziges Wirrwarr aus Ranken, Blättern und Trieben. Kennst du das? Die Gurkepflanzen nehmen einfach jede freie Fläche für sich ein. Mit ein paar einfachen Schritten bekommst du das aber locker in den Griff und erntest gleichzeitig mehr und gesündere Früchte.

    Das natürliche Rankverhalten verstehen

    Gurkenranken wachsen immer weiter, wenn man sie lässt. Sie nutzen kleine Ranken, um sich irgendwo festzuhalten – egal ob am Tomatenstab, Nachbarpflanzen oder sogar am Boden. Du bist derjenige, der entscheidet, ob daraus Salat oder Durcheinander wird.

    Auch wenn es im ersten Moment wild aussieht, folgt das Ganze einem Muster:

    • Haupttrieb: wächst meist am stärksten und bestimmt die Richtung.
    • Seitentriebe: bilden sich laufend, oft schon nach wenigen Blättern.
    • Blüten und Früchte: entstehen zuerst oft am Haupttrieb, später viel an den Seitentrieben.
    Halte den Blick auf die Haupttriebe, rücke störende Seitentriebe frühzeitig ins Visier; so bleibt das Beet übersichtlich und die Pflanze steckt mehr Kraft in die Fruchtentwicklung.

    Gezielte Anleitungen für Gurken

    Damit deine Gurken ihre Energie nicht in zu viele Blätter stecken, hilft es, regelmäßig einzugreifen. Hier die wichtigsten Kniffe:

    1. Wähle ein stabiles Rankgerüst oder mehrere Bambusstäbe.
    2. Binde den Haupttrieb locker daran fest, am besten alle 20–25 cm ein neuer Halt.
    3. Entferne unteren Seitentriebe – besonders, wenn dort keine Früchte wachsen.
    4. Kürze wild wuchernde Ranken an den Enden oder lenke sie vorsichtig um das Gerüst.
    5. Achte darauf, dass die Ranken nicht kreuz und quer übereinander wachsen, damit Blätter rasch abtrocknen und Pilze keine Chance haben.

    Tipp: Besonders bei Schlangengurken lohnt es sich, immer wieder einzugreifen, sonst wächst alles übereinander und du suchst später stundenlang nach den Früchten.

    Chaos in Ordnung verwandeln

    Von Natur aus sind Gurken kleine Wilden im Beet. Trotzdem lässt sich das Chaos bändigen:

    • Nutze einfache Schnüre oder ein Ranknetz für mehr Übersicht.
    • Schneide krank wirkende Blätter direkt raus.
    • Ernte reife Früchte regelmäßig ab, dann wachsen neue Triebe gezielter nach.
    Arbeitsschritt Häufigkeit Zeitpunkt
    Haupttrieb anbinden Wöchentlich Ab 20 cm Höhe
    Seitentriebe kappen 2-wöchentlich Ab der 6. Blattachse
    Früchte ernten Laufend Sobald sie reif sind

    Das gibt deinen Gurken Struktur. Sie danken es dir mit einer längeren, gesünderen Erntephase und du behältst den Überblick, selbst wenn zum Sommer hin alles explodiert. Am Ende macht es sogar Spaß, das Gurken-Chaos zu beherrschen – ein bisschen wie ein lebendiger Baukasten im Garten.

    Deine Gurken wachsen wild in alle Richtungen? Kein Problem, das kannst du ganz einfach ändern! Mit den richtigen Tipps und etwas Übung wachsen deine Gurken ordentlich und stark. Hol dir jetzt mehr Infos und praktische Hilfen direkt auf unserer Webseite. Probiere es aus und freue dich auf geordnete Gurkenpflanzen!

    Fazit

    Also, keine Panik, wenn deine Gurken mal wieder einen wilden Wuchs zeigen! Mit ein paar einfachen Tricks kannst du sie ganz gut in Schach halten. Denk dran, das Wichtigste ist, dass du Spaß am Gärtnern hast und dich über deine Ernte freust. Probier einfach mal aus, was für dich und deinen Garten am besten funktioniert. Viel Erfolg beim Bändigen deiner Gurken!

    Häufig gestellte Fragen

    Warum wachsen meine Gurken so wild?

    Gurken haben einfach einen starken Drang, sich auszubreiten. Sie suchen sich gerne alles, woran sie hochklettern können, und das kann manchmal ganz schön unordentlich aussehen. Das ist ganz natürlich für sie!

    Kann ich das wilde Ranken bei Gurken verhindern?

    Ganz verhindern geht nicht, aber du kannst es gut lenken. Gib ihnen von Anfang an Rankgitter oder Schnüre, an denen sie hochwachsen können. So gibst du ihnen eine Richtung vor.

    Wie oft sollte ich meine Gurken schneiden?

    Bei Gurken geht es weniger ums Schneiden im klassischen Sinn, sondern mehr ums Anleiten. Du zwickst mal einen Seitentrieb ab, der zu lang wird, oder entfernst Blätter, die den Weg versperren. Aber Achtung: Nicht zu viel auf einmal!

    Was mache ich, wenn die Gurkenranken sich überall hinwinden?

    Wenn die Triebe zu lang werden oder falsch wachsen, kannst du sie vorsichtig zurückschneiden oder an die Rankhilfe binden. Das hilft, dass sie nicht kreuz und quer wachsen und du den Überblick behältst.

    Sind verkahlte Stellen bei Pflanzen ein Problem?

    Manchmal werden Pflanzen innen kahl, wenn man immer nur oben schneidet. Das passiert, wenn die Pflanze oben zu dicht wird und unten kein Licht mehr hinkommt. Dann hilft es, mal ein paar alte Triebe von unten rauszunehmen.

    Wie kann ich sicherstellen, dass meine Pflanzen genug Wasser bekommen?

    Ein Gießrand um die Pflanze herum ist super praktisch. So sammelt sich das Wasser direkt an den Wurzeln und versickert nicht gleich im Boden. Und vergiss nicht, dass Töpfe ein Loch unten haben müssen, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Staunässe mögen die Wurzeln gar nicht!

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